Beatus vir qui suffert tentationem
Quam amoena O castitatis lilium

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Baustellen-Tagebuch - Tag 2

Baustelle A94 Höhe Trudering:
Spurführung unverändert.
Stau noch länger als am 1. Tag.
Nach wie vor kein Bauarbeiter weit und breit, jedoch steht ein kleiner quietsch-orangener Laster mutterseelenallein auf der gesperrten Strecke.

Nachtrag:
Der Schuh steht immernoch da, ist nur ein wenig feucht da es nachts geregnet hatte.

Baustelle Landsbergerstrasse Ecke Barthstrasse:
Emsiges treiben hier auf der Baustelle, Veränderung keine für mich sichtbare.
Die Strasse ist heute frei von Hindernissen und die Fahrt geht zügig weiter.
Auffällig ist jedoch, dass das 30er Schild zur Geschwindigkeitsbegrenzung jetzt komplett von einem 'komplettes Halteverbot in beide Richtungen' verdeckt wird...
1.10.08 15:25


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Baustellen-Tagebuch

Jeden Morgen fahre ich an mind. 2 Baustellen auf dem Weg zur Arbeit vorbei.
Als mich vor 2 Wochen mein Freund mal darauf aufmerksam machte dass man dort NIE jemanden arbeiten sieht, begann ich damit, dies nähergehend zu beobachten...

Tag 1

Baustelle A94 Höhe Trudering:
Die linke Spur ist komplett zum Mittelstreifen hin abgesperrt , Geschwindigkeitsbegrenzung runter auf 60 und zweispurige Strassenführung bremsen den Verkehr, es staut mindestens 1 Abfahrt zurück.
Der Sinn der Absperrung bleibt jedoch so weit verborgen, weit und breit kein Baustellenfahrzeug oder Bauarbeiter sichtbar, die Baustelle ist komplett verwaist.

Nachtrag:
ca. 500m nach der Baustelle steht ein Herrenschuh am Strassenrand, dunkelbraunes Leder, sieht teuer aus.
Wie verliert man auf der Autobahn einen Schuh? 0.o

Baustelle Landsbergerstrasse Ecke Barthstrasse:
Das vierte Stockwerk sitzt jetzt auch auf dem Haus, die Jungs fangen langsam mit dem Innenleben an.
Auf der Strasse steht ein dicker LKW also muss man 'ne Weile warten bis man durchkommt, der Gegenverkehr wird grade von einem hilfsbereiten Handwerkerstift ca. 17 (meine Schätzung) durchgewinkt, dann kommen nach ca. 3 Minuten endlich wir dran und es kann weitergehen.
1.10.08 11:23


Unexpected Kindness

So wie heutzutage die Menschen miteinander umgehen, wundert sich keiner mehr wenn man auf der Strasse gefährlich geschnitten oder sonstwie rücksichtslos behandelt wird.
Man drückt entnerft auf die Hupe und verwirft den Vorfall 2 Sekunden später wieder als alltägliches Kavaliersdelikt.

Umso umwerfender gestaltet sich dann doch die Behandlung, die ein Arbeitskollege von mir heute in der Mittagspause in einem Blumenladen geniessen durfte.
Er wollte 2 kleine Dankeschön-Blumensträusse erwerben, hatte aber kaum Bargeld bei sich.
Deswegen war die erste Frage die er an den Verkäufer stellte ob er auch mit Karte zahlen könnte.
Dies wurde ihm verneint.
Allerdings - und das finde ich wirklich unglaublich! - hat er ihn super-nett beraten, ihn gebeten sich doch etwas auszusuchen und 'Bei Gelegenheit wenn Sie mal Zeit haben...' vorbeizukommen um die Rechnung zu begleichen.
Mein Kollege war erstmal sprachlos (und wir auch als er die Story erzählt hat, zum Beleg 2 Blumensträusse in der Hand), da der Verkäufer nichtmal einen Pfand in Form eines Führerscheins oder Bibliothekausweises wollte.

Einfach so.
Such dir was aus.
Komm zum zahlen vorbei wenn du Zeit hast.
Und das in der Münchner Innenstadt...
Ohne jegliches Pfand.

Ich glaub den Glauben in die Menschheit und speziell in vertrauende und nette Menschen habe ich soeben wiedergefunden!
8.8.08 17:29


Hey you...

...what the fuck is wrong with you?
Wärhend Combichrist durch's Auto und den unvermeidbaren morgendlichen Stau hallt frage ich mich genau das!

Gibt es noch intelligentes Leben auf diesem Planeten? Schaue ich mich morgens auf den Strassen um muss ich fast verneinen.

Sei es die Dame im gelben Fiat vor mir, die sich in aller Seelenruhe mitten im Stop-and-Go schminkt und das Fahrzeug dabei in waghalsig schlingernden Kurven über die Strasse bewegt...

...oder der Herr im grünen Audi vor mir der plötzlich ohne jeden Grund mit ca. 200m Abstand zum flüssig fliessenden Verkehr einfach auf 20km/h runterbremst...

...warum die Dame im silbernen Ford Galaxy hinter mir unbedingt auf 20cm auffahren muss obwhol ich die vorgeschriebenen 60km/h grosszügig einhalte?...

...der Kerl im schwarzen BMW links von mir der mich einfach schneidet und ohne zu blinken auf meine Spur wechselt - hätte ich nicht 'ne Vollbremsung hingelegt wäre mein Auto jetzt um gute 90cm kürzer.
Ganz zu schweigen davon dass natürlich die Wagen hinter mir auch ihr liebes Leid hatten keinen Auffahrunfall zu produzieren...

...wieso muss der Taxifahrer unbedingt scheinbar sturzbetrunken die Schicht antreten? Oder macht es ihm einfach nur Spass auf der zweispurigen Strasse Schlangenlinien um die Mittel-Linie zu drehen?...

Blinken um Abbiege-Absichten anzukündigen, die Spur zu wechseln oder die Absicht dazu kundzutun ist scheinbar echt aus der Mode gekommen. Und sobald man seinen Sicherheitsabstand dem hirnrissigen Verhalten der deutschen Autofahrer anpasst zieht einem sofort jemand ohne zu blinken in diesen hinein und zwingt einen dazu den Abstand erneut künstlich zu vergrössern...

...alles in Allem frage ich mich manchmal, wie 90% der Menschen die morgens den mittleren Ring verstopfen eigentlich den Führerschein geschafft haben!
25.4.08 15:54


Erinnerungen...

...sind mächtig und allgegenwärtig.
Ich sehe Dinge, Gedanken, Bilder und bin wieder dort, fühle die Vergangenheit tief in mir.
Es tut weh, ist so unerreichbar fern.
Würde ich es zulassen, kämen mir die Tränen. Fehlen mir doch die Tage so sehr in denen ich dort war. Vielmehr sind es die Menschen, diejenigen die einen Platz haben in meinem Herzen.
Und doch so weit fort sind.
Nicht immer habe ich die Möglichkeit sie zu sehen.
Nur selten gewährt mir das Leben eine Pause, dann bin ich bei Ihnen.
Doch zu rar sind diese Momente.
Zu fern liegen die Herzen die mit meinem schlagen.
Es tut weh, die Distanz schmerzt in meiner Seele.
Doch ich kann mich nicht teilen, muss damit leben, den Schmerz hinnehmen.
Ignorieren kann ich ihn nichtmehr, zu lange schon nagt er an mir, nimmt mir die Freude, stielt mir das Licht.

Einmal gemeinsam zu lachen, zu tanzen, den Abend zu feiern. Einfach zu sein - erscheint uns so banal, so öde und gewohnt.
Doch legt man Distanz zwischen sich und die, die einem lieb sind - wird die Banalität und Einfachheit einer Umarmung gewichtig. Ein Lachen zum Lebensretter und die Nähe kostbarer als jedes Gold der Welt...
27.10.07 20:01


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